Schüler mit Herz und Verstand

Rotary Preis 2019

Rotary-Präsident Felix Stammler (l.) und Oberbürgermeister Matthias Klopfer (r.) überreichten den Schülerinnen ihre verdienten Urkunden: Geehrt wurden (v. l. n. r.) Janina Hanker, Sabine Waldner, Jessica Alekseev, Nora Boholt, Simone Golz, Luise Hoppe, Celine Schwenger. Foto: Habermann

Der Rotary-Club Schorndorf hat zum 24. Mal den Schülerpreis vergeben

Schorndorf, Michaela Kölbl

Ohne solche Jugendliche wäre die Schule ein nur halb so guter Ort. Sie helfen, wo andere nicht weiterwissen.
Sie setzen sich für kreative Ideen ein und tragen so zum Gelingen besonderer Veranstaltungen bei. Sie übernehmen Verantwortung, wo sich andere der Mehrarbeit wegen wegducken. An solche Schüler hat der Rotary-Club Schorndorf jetzt zum 24. Mal die mit 500 Euro dotierten Schülerpreise vergeben.

Beeindruckend waren sie, die Reden auf die jungen Preisträger. Und wirklich mutmachend noch dazu. Zusätzlich zum stressigen Schulalltag haben sich die geehrten Schülerinnen und Schüler in etliche Richtungen engagiert. Da bleibt eine Hoffnung bestehen: dass es weiterhin Menschen geben wird, die sich für das Gemeinwohl der Gesellschaft einsetzen. Die sich für mehr als das perfekte Selfie interessieren, die zu ihren Meinungen und Überzeugungen stehen, selbst wenn sie unpopulär sind. Aber noch etwas ist klar wie Kloßbrühe: Aus diesen jungen Leuten wird mal was. Ganz bestimmt. Jeder wird seinen Weg machen, entsprechend seinen Talenten und im Rahmen des eigenen Potenzials.

Celine Schwenger beispielsweise überzeugte an der Johann-Philipp-Palm-Schule mit herausragenden schulischen Leistungen, aber auch mit einem großen Interesse für ihre Mitschüler. Sie engagierte sich als Klassensprecherin, gab Nachhilfe, war in der SMV aktiv, organisierte Spendenaktionen für Rumänien, gründete und leitete in der Pause einen Bibelkreis, war in der Kinder- und Jugendarbeit ihrer Kirchengemeinde aktiv. Und das Erstaunlichste, so Lehrer Akin: Immer gut gelaunt und mit einem Grinsen im Gesicht sei sie anzutreffen gewesen. „Nimm das mit in dein zukünftiges Leben, der Rest ist nur halb so wichtig“, riet er ihr schließlich.

Janina Hanker hatte sich ebenfalls stark für die Gemeinschaft an der Grafenbergschule engagiert. Sie war Schulsprecherin, führte das Klassenbuch, zeichnete sich durch Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit aus. Zudem übernahm sie Verantwortung als organisatorische Leiterin des Jugendblasorchesters.

Eine starke, junge Frau sei Sabine Waldner von der Fröbelschule, lobte Lehrerin Kofler-Kolbe. Sie scheue sich nicht, ihre eigene Meinung zu vertreten, übernehme aber auch gerne Verantwortung für andere. Sabine war Klassensprecherin, sang in der Schülerband „Rockfoxx“ mit, engagierte sich in der Tanz-AG als Cheerleaderin und spielte nebenher auch noch Flöte. Bemerkenswert sei auch ihre Fähigkeit zur Einsicht im zwischenmenschlichen Bereich. So habe sich trotz allem Selbstbewusstsein im Laufe der Zeit ein blendendes Schüler-Lehrer-Verhältnis entwickelt. In den Remstal- Werkstätten startet Sabine Waldner nun in ihren neuen Lebensabschnitt als junge Erwachsene.

Jessica Alekseev hat an der Albert-Schweitzer-Schule ihre Spuren hinterlassen. Sie sei eine sehr fleißige Schülerin gewesen, berichtete ihre Lehrerin Schmid. Ihren Platz auf den vorderen Notenplätzen musste sie sich aber hart erkämpfen, zugeflogen seien ihr die guten Zensuren keinesfalls. Aber umso größer der Verdienst. Mit großem Willen und Interesse war sie beim Lernen dabei. Und brauchte selbst mal jemand Unterstützung: Die Schülerin war immer bereit, anderen zu helfen. Zusatzaufgaben übernahm sie gerne. Sie erkannte schnell, wo es etwas zu tun gab. Folgerichtig wurde sie auch zur Klassen- und Schulsprecherin gewählt, erhielt den Sozialpreis ihrer Schule.

Luise Hoppe vom BG stellte Lehrer Sperling als Mulitalent vor: „Es ist wohl leichter, zu sagen, was sie nicht gemacht hat.“ Immerhin: Sie setzte sich als Schulsprecherin für die Belange ihrer Kameraden ein, sie unterstützte den Sanitätsdienst tatkräftig, gründete die Schülerzeitung und schrieb eifrig daran mit. Sie machte sich stark für das Unesco-Projekt der Schule, war ein wichtiges Mitglied des Ghana-Arbeitskreises.

Malte Rosskamp vom Max-Planck-Gymnasium überzeugte nicht nur durch seine notenbezogenen Leistungen. Durch ihn habe das MPG in technischer Hinsicht einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht, erklärte Lehrerin Lüber seinen Einsatz. Ihm gelang es immer wieder, das triste Foyer des Gymnasiums in strahlende Bühnen zu verwandeln. Kein Schulfest sei ohne ihn denkbar gewesen, und auch, was das Sicherheitskonzept der Schule betrifft, habe der junge Mann sich überzeugend eingebracht.

Für ihr vorbildliches Verhalten und ihre außerordentlich guten Leistungen wurde auch Simone Golz geehrt. Mit ihrem starken Gerechtigkeitssinn habe sie sich immer für Schwächere eingesetzt. Großherzigkeit und Feingefühl zeichneten sie aus. Und so sei sie mit dem Berufsziel Grundschullehrerin bestens aufgestellt. „Du bist eine geborene Lehrerin“, machte ihr Laudatorin David Mut. Die junge Frau engagiert sich zudem als Jugendgruppenleiterin in ihrer Kirchengemeinde, machte Musik in der Jugendkantorei und in der Jugendmusikschule.

Nora Boholt war an der Gemeinschaftsschule Rainbrunnen nicht nur stets Jahrgangsbeste. Sie war Klassen- und Schülersprecherin, machte in der Schülerband Musik, kümmerte sich um Schüler mit Problemen, war ein wichtiger Teil der Schülermitverantwortung und half, wo es nötig war. „Wir geben dich nur ungern ans BK Fremdsprachen ab“, gestand dann auch Lehrerin Dahlhäuser im Rahmen der Preisverleihung.

Für Ideen einstehen

Einer der Höhepunkte im rotarischen Jahr sei die Verleihung des Schülerpreises, erklärte Felix Stammler, Präsident des Schorndorfer Rotary- Clubs.

Er machte den geehrten Schülerinnen und Schülern Mut, eigene Ideen zu entwickeln und für sie einzustehen: „Das ist es, was wir so dringend brauchen.“
 

Quelle
Quelle: Schorndorfer Nachrichten, 26.10.19, Schorndorf, B2
Pressearbeit
sa / Grafenbergschule