Über Heimat denken Alt und Jung ähnlich

Heimat

Was bedeutet für Sie Heimat, eine Umfrage der Stuttgarter Zeitung

Als ich Ihren Aufruf las, musste ich schmunzeln“, schreibt Jutta Schwarz von der Grafenbergschule in Schorndorf. Denn sie selbst hatte diese Frage vor einiger Zeit gestellt: zum einen einer Gruppe Senioren zwischen 65 und 90 Jahren, zum anderen Schülern ihrer Berufsschule, die zwischen 16 und 19 Jahre alt sind und aus vielen Ländern stammen. „In einer der Klassen gibt es neben Deutsch noch elf andere Muttersprachen.“ Die Senioren und die Schüler sollten jeweils in einem Satz formulieren, was Heimat ist. Das Ziel der Befragung: „Es wäre doch ganz interessant zu wissen, ob sich die Vorstellung von dem, was Heimat bedeutet, mit der Zeit verändert.“ Das Ergebnis war für Jutta Schwarz frappierend, denn: „Die Senioren und die Jungs und Mädels haben sich fast nicht in den Antworten unterschieden.“ Ihre Schlussfolgerung: „So viel scheint sich über zwei Generationen hinweg nicht verändert zu haben – auch scheint keine Rolle zu spielen, ob die Familie ursprünglich aus einem anderen Land kommt.“ Auffallend oft tauchen die Stichwörter Familie, Freunde und Geborgenheit auf. „Heimat ist, wo meine Familie ist und wo mir alles vertraut ist“, antworteten die Senioren, oder: „Heimat ist dort, wo ich mit meiner Familie zu Hause bin.“ Oder: „Heimat ist Wohlfühlen im Kreise meiner Familie.“ Bei den Jugendlichen klingt das fast wortgleich: „Heimat ist für mich Geborgenheit“ oder „Heimat ist für mich Familie“ oder „Heimat ist für mich, wo die Familie ist und die Leute, die ich mag und liebe.“

 

Quelle
Stuttgarter Zeitung, 13.10.17, Schwerpunkt Heimat
Pressearbeit
sa / Grafenbergschule