„NaWi-Brücken“...

...verbinden Gottlieb-Daimler-Real- schule und das Berufsschulzentrum

Wenn Lehrer über eine „NaWi“-Brücke gehen, dann versuchen sie, im Rahmen einer Fortbildungsreihe den Graben in Naturwissenschaften und Mathematik zwischen der Realschule und den Beruflichen Schulen zu überwinden. Und das funktioniert seit einem Jahr ganz konkret zwischen der GottliebDaimler-Realschule einerseits und der Grafenbergschule und der Johann-Philipp-PalmSchule andererseits. Schüler des Technischen Gymnasiums, des Wirtschaftsgymnasiums und des Berufskollegs gehen in die 10. Klassen der Realschule und informieren dort über ihre Schulart. „Ich weiß noch genau, was mir damals unklar war – zum Beispiel, ob sich die Noten erst einmal massiv verschlechtern oder was verbirgt sich hinter dem Begriff „Technik“: Ist das Arbeiten mit Holz oder was?“, sagt Paula Weil, die als Botschafterin des TGs in der Realschule informierte. Sie und Nils Heß stehen kurz vor dem Abi und sind nah am Geschehen. Sie wurden von den Abschlussklassen mit Fragen gelöchert: Die Hemmschwelle, Fragen zu stellen ist niedriger als bei offiziellen Info-Veranstaltungen. Im Januar hatten die Realschüler die Möglichkeit, vor ihrer Entscheidung, im Berufsschulzentrum zu hospitieren. 36 nahmen dies wahr. „Ein riesiges Schulhaus, aber eine ganz persönliche Atmosphäre, ich denke, mit ein bisschen Hinsitzen und Lernen würde ich das packen“, sagt Daniel Sept, der den Unterricht in Englisch, Mathe und Computertechnik besuchte. Beeindruckt von der technischen Ausstattung war Tom Engelmann, der auch von Physik begeistert war: „Es wurde eine Flugbahn berechnet und ich habe echt was verstanden“. Er will Ingenieur werden und hat sich bereits angemeldet. Ins Leben gerufen wurde diese Veranstaltung von den Mathematiklehrern Ina Rieck und Birgit Greiner (TG), Cornelia Dehner (Gottlieb-Daimler-Realschule) und Yvonne Schlinger sowie Dennis Bubrin (WG), als sie merkten, dass die Inhalte der jeweils anderen Schulart nicht so bekannt sind. Man suchte nach einer schnellen und unkomplizierten Art der Überwindung dieser Lücken: Schüler informieren Schüler.
 

Quelle
Schorndorfer Nachrichten, 09.02.17, Seite 5
Pressearbeit
sa / Grafenbergschule