Rotary-Schülerpreise zum 22. Mal vergeben

Rotary-Schülerpreise 2017
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Rotary-Schülerpreises mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, Oberbürgermeister Matthias Klopfer (hinten Mitte) und Rotary Club Schorndorf Präsident Johannes Fuchs (hinten 3.v.l.). Foto: Krabbe

Schülerinnen und Schüler für soziales Engagement und besondere schulische Leistungen ausgezeichnet

Von Verena Krabbe

In der vergangenen Woche fand die alljährliche Verleihung des Rotary-Schülerpreises statt. Bereits zum 22. Mal wurden Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Schorndorf für ihr soziales Engagement und ihre besonderen schulischen Leistungen ausgezeichnet. Möglich macht dies der Rotary Club Schorndorf, der die jährlich acht Preise, die jeweils mit 500 Euro dotiert sind, zur Verfügung stellt.

Eine der besten Ideen

Oberbürgermeister Matthias Klopfer begrüßte die Schülerinnen und Schüler sowie die Gäste und bezeichnete den Schülerpreis als eine der besten Ideen des Rotary Clubs Schorndorf. Johannes Fuchs, der diesjährige Präsident des Rotary Club Schorndorf dankte zuerst der Schulband der Fröbelschule „firefox“ und der Schülerfirma Avanti für Musik und Bewirtung. Danach gratulierte er den Preisträgerinnen und Preisträgern dazu, für die Auszeichnung ausgewählt worden zu sein. Lebensmut, Gewissenhaftigkeit, Höflichkeit und Sympathie verdienten in seinen Augen die öffentliche Anerkennung, die der RotarySchülerpreis mit sich bringt. Bevor die Preise allerdings von Klopfer und Fuchs verliehen wurden, bekam jeder Schüler eine Laudation von einem seiner Lehrer. Die Preisträger in diesem Jahr sind:

Moritz Werner Gottlieb-Daimler-Realschule

Bereits in jungen Jahren setzte sich Moritz Werner für die Gesellschaft ein und wiederlegt damit, dass die Jugendlichen von heute nur an sich denken. Er ist ein echtes Vorbild. Und vorbildlich ist auch sein Verhalten im Sport. Im Schulsport machte er bei Fußund Handballspielen gerne den Schiedsrichter und meisterte Auseinandersetzungen mit Bravour. Zudem ist er selbst ehrgeiziger Handballer, der auch bei Niederlagen fair und respektvoll bleibt. So gewann er auch den Sportpreis seiner Schule. Als Schulsanitäter war Moritz Werner immer vor Ort, wenn Not am Mann war und half zuverlässig und gewissenhaft bei Erkrankungen und Verletzungen von Mitschülern. Passend dazu ist sein Rettungssanitäter sein Traumberuf, den er nach seinem FSJ erlernen möchte. Charakteristisch für Moritz Werner ist, dass er immer etwas organisieren will, so seine Mitschüler. Und die Lehrerschaft ist sich sicher: „Ohne Leute wie ihn wäre die Gemeinschaft an der Schule viel ärmer.“

Judith Quast Max-Planck-Gymnasium

Für die Lehrerschaft des MPGs war in diesem Jahr die Entscheidung, wer für seine vorbildlichen und herausragenden Schülerleistungen geehrt werden soll, ganz eindeutig. Judith Quast beweist Zweiflern, dass Schule sehr wohl noch Platz für Aktivitäten lässt. Sie engagierte sich als Schulsanitäterin und war in der Theater-AG sowohl als Schauspielerin, Souffleuse und Schülermentorin für Fünftklässler. Selbst während dem Abistress spielte sie eine Hauptrolle und gemeinsam mit Mitschülern schrieb sie ein eigenes Stück, das auch aufgeführt wurde. Für Judith Quast, so scheint es, kann die Herausforderung nicht groß genug sein. Als Schülersprecherin war sie auch in der SMV aktiv und an Projekten wie dem Sponsorenlauf bei dem 16.000 Euro zusammenkamen sowie dem zweitägigen Experiment Schule als Staat, das ein Jahr Planung erforderte, beteiligt. Sie war sowohl während ihrer Schulzeit, und auch jetzt noch ein Vorbild für viele andere Schüler der Schule.

Milena Kulik Burg-Gymnasium

Da Milena Kulik aktuell einen Freiwilligendienst in Indien absolviert, konnte sie bei der Preisverleihung nicht persönlich sein. Ihre Eltern nahmen den Preis für sie entgegen. Ihre Tutorin, die die Laudatio hielt, zitierte eine auf Milena passende Stelle aus John Greens Buch „Eine wie Alaska“: „Verdammt, ich will keine von denen sein, die auf der Couch hocken und immer nur davon reden, was sie mal Großes tun wollen. Ich will es tun.“ Sie engagiert sich absolut authentisch in unterschiedlichen sozialen Bereichen. Interesse zeigte sie gleichermaßen an der Welt und an Unterrichtsthemen, bei denen sie sich auch aktiv beteiligte. Ihr Aktionsradius reichte vom Ghana-AK über den Sponsorenlauf und die Theater-AG, sie war Schulsanitäterin und in der SMV, außerdem beteiligte sie sich an UNESCO-Projekten. Bei Mitschülern und den Lehrern war sie gleichermaßen beliebt, bei Letzteren auch trotz ihres Aufrufs in der Abizeitung: „Ruhig auch mal widersprechen.“

Katrin Stiglitz GMS Rainbrunnen

Besonders engagiert war Katrin Stiglitz als Klassensprecherin in der SMV. Ihrer Hartnäckigkeit hat die GMS Rainbrunnen die neuen Toilettenanlagen zu verdanken. Dafür schrieb sie zahlreiche Briefe an verschiedene Stellen in der Stadtverwaltung. Im Streicherquartett zeigte sie ihre musikalische Seite in den Projektprüfungen stellte sie ihre immer gleich guten schulischen Leisten unter Beweis. Als Sportmentorin organisierte und begleitete sie die Bundesjugendspiele und Pausenspiele der Grundschüler.

Lukas Rügheimer Albert-Schweitzer-Schule

Durch seine starke Entwicklung im Laufe seiner Schulzeit machte sich Lukas Rügheimer um den Preis verdient. Vor allem in den vergangenen drei Jahren legte er eine beachtliche soziale und emotionale Entwicklung hin. Er konnte sich immer besser konzentrieren und sorgte für eine positive Lernatmosphäre. Auch schulisch konnte er glänzen, nie hatte er eine schlechtere Note als eine Drei. Er zeigte sich stets hilfsbereit und entwickelte immer mehr Eigeninitiative und Konfliktfähigkeit. Auch mit Frustrationen lernte er immer besser umzugehen. So viel positive Entwicklung verdient eine Auszeichnung.

Theodor Mack Fröbelschule

Seite 2005 besuchte Theodor Mack die Fröbelschule und verließ sie im Sommer mit einem guten Abschlusszeugnis. Nun hat er eine Ausbildung in der Laufenmühle begonnen. Sein eigentlicher Berufswunsch war aber Fitnesstrainer. Während der Schulzeit hat er wesentlich zu einem guten Klassenklima beigetragen und war sehr beliebt. Wenn Klassenkameraden auf spezielle Hilfe angewiesen waren, war Theodor stets zur Stelle und half, wo Bedarf bestand. Auch einen Rollstuhlführerschein absolvierte er, um noch mehr helfen zu können. Als Klassensprecher war er auch im SMV Team engagiert, in Kooperation mit der Jugendmusikschule spielte er Tenorhorn und in der Schulband trommelte er. Er spielte in der Schulfußballmannschaft und lief erfolgreich beim Stadtlauf mit. In seinen letzten Schuljahren war er fleißig und motiviert in der Schülerfirma Avanti engagiert und servierte dank eines Kniggekurses wie ein Profikellner. Im Kunstunterricht fiel er durch seine Kreativität auf, vor allem seine afrikanischen Tierzeichnungen waren ein Hingucker. Bei seiner Entlassfeier verabschiedete er sich mit einer tollen Zaubershow.

Fabian Schwarz Grafenbergschule

Bei der Laudatio freute sich die Lehrerin besonders über das Interesse, das Fabian Schwarz an den Fächern Mathe, Physik und Mathe plus zeigte, die sie insgesamt zwölf Stunden pro Woche unterrichtete. An Samstagen ging es dann oft noch zu Mathewettbewerben und trotzdem fand Fabian Zeit, um sich als Klassensprecher und in der SMV zu engagieren. Dort managte und organisierte er alles sehr zuverlässig und gewissenhaft. Oft vermittelte er auch zwischen der Klasse und den Lehrern, wenn es Schwierigkeiten gab. Ihm gelang es auch, in kürzester Zeit eine Reise nach Hamburg zu organisieren, als spontan ein Platz im Teilchenbeschleuniger frei wurde. Zudem ist er noch der jüngste Abiturient, den die Grafenbergschule je hatte.

Lena Hädrich Johann-Philipp-Palm-Schule

Mit einem Notendurchschnitt von 1,2 legte Lena Hädrich ihren Realschulabschluss am Wirtschaftszweig der Johann-PhilippPalm-Schule ab. Sie ist weiterhin an der Schule und bereitet sich auf ihr Abitur vor. In ihrer Freizeit ist Lena bei CVJM Gottesdiensten aktiv und begleitet auch Konfirmanden-Wochenenden. In ihrer Schule beschäftigt sie sich in der offenen Lernzeit oft mit anderen Schülerinnen und Schülern oder misst ihre eigenen Leistungen in Englisch an ihrer Freundin, die Muttersprachlerin ist.

 

Quelle
Schorndorfer Nachrichten, 26.10.17, Schordorf>>Akrtuell, Seite 5
Pressearbeit
sa / Grafenbergschule