Studienstipendium für Fatima Ul Hag

Stipendium Friedrich-Kelch-Stiftung
Fatima Ul Hag mit Wolfgang Kelch (links) und Schulleiter Stefan Weißert. Bild: Privat

Die 20-Jährige erhält von der Friedrich-Kelch-Stiftung pro Semester 500 Euro

Chemie oder eher Wirtschafts- und Steuerrecht? Die Entscheidung zwischen diesen doch nicht ganz verwandten Fächern traf Fatima Ul Haq nach ihrem Abitur am Technischen Gymnasium
der Grafenbergschule Schorndorf dann ganz pragmatisch: Vom Finanzamt Ludwigsburg und der Hochschule für Finanzen bekam sie den Studienplatz früher zugesagt. Also unterschrieb sie den Vertrag für das Duale Studium.

Als die 20-jährige Studentin im September erfuhr, dass sie ein studienbegleitendes Stipendium der Friedrich-Kelch-Stiftung erhalten würde, war die Freude groß. Nach zwei Monaten Studium und den anstehenden ersten Prüfungen Anfang Dezember stellt Fatima Ul Hag fest: „Die 500 Euro im Semester kann ich sehr, sehr gut gebrauchen, alleine für die Gesetzestexte in Buchform gibt man ganz schön viel Geld aus.“ Auch wäre eine Studentenbude in Ludwigsburg nicht schlecht. Wie immens hoch die Mieten für Studentenbuden im Großraum Stuttgart sind, braucht man eigentlich nicht extra zu erwähnen.
Die Friedrich-Kelch-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, begabte junge Menschen in der Berufsausbildung zu unterstützen. Auf diesem Hintergrund setzten sich der Stiftungsratsvorsitzende Wolfgang Kelch und der Schulleiter der Grafenbergschule Stefan Weißert zusammen und überlegten, welcher Abiturient oder welche Abiturientin für ein Studienstipendium infrage käme. Nach Rücksprache mit den Lehrkräften schlug Weißert Fatima Ul Haq vor.
Nach dem Realschulabschluss wechselte Fatima Ul Hag an das Technische Gymnasium, Profilfach Technik und Management. „Der absolut richtige Schritt“, sagt sie rückblickend. „Das TG, insbesondere das Fach BWL, haben mich hervorragend auf das jetzige Studium vorbereitet. Da habe ich gegenüber den Abiturienten vom allgemeinbildenden Gymnasium einigen Vorsprung.“ Sie lobt die „professionelle Einstellung der Lehrkräfte“, die nicht selten Erfahrung aus Industrie und Wirtschaft mitbringen.
Dass am TG viel Wert auf Disziplin und Organisation gelegt wurde, hilft ihr jetzt beim zeitintensiven Dualen Studium. Die Phasen des Studiums an der Hochschule für Verwaltung und Finanzen wechseln sich mit den praktischen Arbeitsphasen am Finanzamt Ludwigsburg ab. Viel Zeit zum „Chillen“ bleibt da nicht. Dennoch ist die 20-Jährige absolut zufrieden und sehr dankbar: „Das Stipendium erleichtert natürlich viel. Man muss für so viele Kleinigkeiten Geld ausgeben“.

Besonderer Tag

Am Mittwoch ist in Baden-Württemberg der vom Kultusministerium ausgelobte „Tag des Beruflichen Gymnasiums“ anlässlich des 50-jährigen Bestehens dieser Schulform.
 

Quelle
Schorndorfer Nachrichten, 07.12.16, B2
Pressearbeit
sa / Grafenbergschule